Die Theorien McGregors sind 60 Jahre alt und doch ist es gut, sich mit ihnen zu befassen.
In seinen Theorien beschreibt McGregor 2 Menschenbilder.
Menschen des Typs X sind von Natur aus faul, arbeitsscheu und verfügen über keine intrinsische Motivation. Sie brauchen genaue Anleitungen und übernehmen nicht gerne Verantwortung. Sie übernehmen lieber Routinetätigkeiten.
Dagegen sind Menschen des Typs Y ehrgeizig und sehr diszipliniert, wenn es um die Erreichung von Zielen geht. Sie streben nach Selbstverwirklichung. Am wohlsten fühlen sie sich, wenn sie mit ihrer Kreativität zur Lösungsfindung beitragen können.
Bevor du weiterliest, überlege für dich: Mit welcher Grundeinstellung begegnest du anderen Menschen?
Ich empfehle dir eine Liste von den Menschen zu machen, mit denen du beruflich und/oder auch privat am meisten zu tun hast.
Ordne sie den beiden Kategorien zu. Gibt es Menschen in deinem Umfeld, die aus deiner Sicht in die Kategorie X gehören?
Gerade im Zusammenhang mit unterschiedlichen Menschenbildern wird sehr oft von selbsterfüllenden Prophezeiungen gesprochen. Robert Rosenthal hat in seinen Oak School Experimenten nachgewiesen, dass die Vorinformation, die Lehrer über ihre Schüler erhielten, maßgeblich das Verhalten der Lehrer gegenüber de Schülern beeinflusste, was letztendlich dazu führte, dass die Schüler die von ihnen erwarteten Ergebnisse erzielten.
Ich kann mich erinnern, dass meine Tochter in ihrer Abschlussklasse in einer Deutscharbeit sehr präzise Stellung dazu nahm, wie Lehrer, tlw. für die Klasse hörbar, über die Schüler sprachen. Es fielen so Sätze, wie "was willst du mit denen, die haben eh kein Interesse und sind einfach faul."
Interessant ist, dass 100% der Absolventen dieser Klasse, studieren und einige davon mit weit überdurchschnittlichen Erfolg. Einer gehört zu den Top 20 Studenten seines Jahrgangs, eine frühere Schulkollegin hat in 2 Jahren 2 Bachelorabschlüsse geschafft und ist jetzt in beiden im Masterstudium, ein weiterer hat letztes Semester ein Leistungsstipendium erhalten. Darunter sind Schüler, die die Matura nur mich Ach und Krach geschafft haben.
Liegt es jetzt daran, dass ihnen endlich der sprichwörtliche Knopf aufgegangen ist, oder vielleicht doch eher, dass sie nicht mehr länger den Vorurteilen ihrer Lehrer ausgesetzt sind.
Interessieren dich auch die anderen Grundsätze der vertrauensbasierten Kommunikation, kannst du hier das EBook kostenlos herunterladen.
Mit dem Wissen, dass die Art, wie wir mit anderen umgehen und kommunizieren, einen direkten Einfluss, auf ihre Motivation und Leistung hat, macht es aus meiner Sicht sehr viel Sinn, hier genauer hinzuschauen und eventuell auch etwas zu verändern.
Wenn eine Führungskraft, das Gefühl hat, dass die Mitarbeiter nur mit sehr genauer Anleitung den gewünschten Output bringen und es für erforderlich hält, immer wieder zu kontrollieren, wie glaubst du wirkt sich das auf die Motivation und die Herangehensweise der Mitarbeiter aus?
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
Geht eine Führungskraft davon aus, dass Mitarbeiter motiviert und eigenverantwortlich arbeiten, kann man folgendes beobachten:
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Falls du Fragen hast, schreib mir sehr gerne.
Charmante Grüße
Birgit